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Moderatorin

Dr. Nicole Viktoria Przytulla

Erste Fragen

viktoriap.

Mitglied seit 11. 05. 2020 // 31 Beiträge

Bei dem Thema Existenzgründung fallen mir als erstes folgende Fragen ein:
1.) Welche Erfahrungen haben Sie/habt Ihr mit der Finanzierung von persönlicher Assistenz bei einer Existenzgründung gemacht?
2.) Wie gehen Sie/geht Ihr mit der finanziellen Unsicherung und fehlenden sozialen Absicherung, die mit einer Exsistenzgründung verbunden sein kann, um? Oder war Eure Existenzgründung gar nicht mit diesen Unsicherheiten verbunden?
Was für Fragen beschäftigen Sie/ beschäftigen Euch bzgl. Existenzgründung? Welche Erfahrungen damit würden Sie/würdet Ihr gerne mit anderen Menschen mit Behinderung teilen? Was würden Sie/würdet Ihr gerne Menschen mit Behinderung/chronischer Erkrankung mit auf den Weg geben, die überlegen sich selbstständig zu machen? Welche Qualitäten und Chancen sehen Sie/seht Ihr für Menschen mit Behinderung/chronischer Erkrankung in der beruflichen Selbstständigkeit?

Ich freue mich auf Ihre/Eure Beiträge!

Die Forenmoderatorin

verfasst am 15.05.2020 um 11:34 Uhr

Pinguin2412

Mitglied seit 15. 07. 2020 // 3 Beiträge

Hallo zusammen,
ich bin schon sehr lange selbstständig und sehe als schwerbehinderte Freiberuflerin mehr Vorteile als Nachteile. Ich arbeite im Büro, das im selben Haus liegt wie meine Wohnung und kann mir so meine Arbeitzeit frei einteilen und Termine vereinbaren, wie ich es brauche und ich kann insbesondere Pausen machen , wenn ich es für notwendig erachte . Ich muss auf keinen Dienstplan und Anwesenheit im Büro Rücksicht nehmen.

Mit finanziellen Unwägbarkeiten und dem Aufbau einer eigenen Alters- und Krankenvorsorge habe ich gerlent gut umzugehen.

Die Förderung durch das Versorgungsamt /Inklusionsamt lässt allerdings zu wünschen übrig. So ist z.B. die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes ein einziges Bürokratiehindernis, die Bearbeitung von Anträgen dauert oft Monate. In der Zwischenzeit kann man nur eingeschränkt bzw. mit entsprechendem Provisoium arbeiten, denn eine sofortige Anschaffung auf eigene Kosten lässt die Förderung komplett entfallen. So habe ich es bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch und einem speziellen Bürodrehstuhl erlebt. Unabhängige Beratung, wer für was zuständig ist, ist schwer zu finden, denn die meisten Angebote sind eben auf Arbeitnehmer und die Förderung der Arbeitgeber ausgerichtet. Der technische Berater des Versorgungsamts will gar nicht vor Ort kommen, um mit mir zu überlegen, was noch sinnvoll sein könnte. Er antwortete mir am Telefon, dass ich das selbst herausfinden solle ... ich würde mich gerne mehr um meine berufliche Tätigkeit kümmern, als ständig bürokratische Hürden des Versorgungsamts zu überwinden.

Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht und kann Tipps geben, wie man damit besser umgehen kann?

verfasst am 15.07.2020 um 13:43 Uhr

KarenS

Mitglied seit 16. 04. 2020 // 3 Beiträge

Beim Post von Penguin2412 hat es Klick gemacht! Ich habe mich Anfang des Jahres als Coach selbständig gemacht. Ist mir in den Kopf gekommen, finanzielle Unterstützung zu beantragen. NEIN! Gut, dass es jetzt iXNet gibt.

Sich selbständig zu machen mit einer tollen Idee ist eine gute Alternative zur Festanstellung, weil

* du ein eigener Herr bist
* du dir deine Zeit frei einteilen kannst
* du theoretisch mehr verdienen kannst
* du deine ganze Persönlichkeit enfaltest

Bist du ein Unternehmertyp oder fühlst du dich in einer Festanstellung wohler?

verfasst am 23.07.2020 um 11:12 Uhr

Eisbär_2106

Mitglied seit 03. 08. 2020 // 5 Beiträge

Hallo zusammen,
hallo Pinguin2412,
Versorgungs-/Integrationsämter der Länder oder Kommunen haben ihren eigenen Rhythmus. Ich habe mich bei der Beantragung von technischen Hilfsmitteln immer innerlich auf einen Marathonlauf eingestellt. Einerseits habe ich gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mich in achtsamer Kommunikation übe. Andererseits wende ich mich beim wiederholten Auftreten von Hindernissen freundlich an die Gruppenleitung, um meine Situation sowie meinen Bedarf zu schildern, ohne den Fokus auf die vorhergehenden Schwierigkeiten zu legen. Good Luck.

verfasst am 03.08.2020 um 14:23 Uhr

Dr. Annette Standop

Mitglied seit 09. 08. 2020 // 1 Beiträge

Zitiert von: Pinguin2412

Hallo zusammen,
ich bin schon sehr lange selbstständig und sehe als schwerbehinderte Freiberuflerin mehr Vorteile als Nachteile. Ich arbeite im Büro, das im selben Haus liegt wie meine Wohnung und kann mir so meine Arbeitzeit frei einteilen und Termine vereinbaren, wie ich es brauche und ich kann insbesondere Pausen machen , wenn ich es für notwendig erachte . Ich muss auf keinen Dienstplan und Anwesenheit im Büro Rücksicht nehmen.

Mit finanziellen Unwägbarkeiten und dem Aufbau einer eigenen Alters- und Krankenvorsorge habe ich gerlent gut umzugehen.

Die Förderung durch das Versorgungsamt /Inklusionsamt lässt allerdings zu wünschen übrig. So ist z.B. die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes ein einziges Bürokratiehindernis, die Bearbeitung von Anträgen dauert oft Monate. In der Zwischenzeit kann man nur eingeschränkt bzw. mit entsprechendem Provisoium arbeiten, denn eine sofortige Anschaffung auf eigene Kosten lässt die Förderung komplett entfallen. So habe ich es bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch und einem speziellen Bürodrehstuhl erlebt. Unabhängige Beratung, wer für was zuständig ist, ist schwer zu finden, denn die meisten Angebote sind eben auf Arbeitnehmer und die Förderung der Arbeitgeber ausgerichtet. Der technische Berater des Versorgungsamts will gar nicht vor Ort kommen, um mit mir zu überlegen, was noch sinnvoll sein könnte. Er antwortete mir am Telefon, dass ich das selbst herausfinden solle ... ich würde mich gerne mehr um meine berufliche Tätigkeit kümmern, als ständig bürokratische Hürden des Versorgungsamts zu überwinden.

Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht und kann Tipps geben, wie man damit besser umgehen kann?

Entschuldigen Sie bitte, dass die Antwort so spät kommt.

Erst mal: Es wäre wichtig zu erfahren, in welchem Bundesland Sie leben, da die entsprechenden Zuständigkeiten stark abweichen.

An sich sind die Versorgungsämter bzw. die Fachstellen für schwerbehinderte Menschen im Beruf verpflichtet, technische Berater zu den Antragstellern zu schicken. Diese Beratung macht ja auch Sinn, weil der entsprechende Bedarf nicht automatisch klar ist, auch für die Antragstellenden nicht. Auf diese Beratung kann man bestehen. Eine lapidare Auskunft wie „Das müssen Sie selbst herausfinden“ muss niemand akzeptieren.

Ich bin keine Sozialarbeiterin, aber ich meine mich erinnern zu können, dass es gerade bei dieser Art Bedarf im Blick auf Hilfsmittel eine Frist gibt, innerhalb derer die Fachstellen Anträge entschieden haben _müssen_. Ansonsten kann ein Antragsteller sich die benötigten Hilfsmittel selbst besorgen, die Behörden sind zur Kostenerstattung verpflichtet. Hier müsste man mal jemanden fragen, der sich besser mit den SGB´s auskennt als ich. Solche Fristen sind nicht für alle Sozialleistungen vorgesehen, aber in diesem Fall, so meine ich, schon.

Ich kann „leider“ nicht besser weiterhelfen, weil ich Probleme dieser Art mit den Behörden zum Glück nie hatte. Ihnen deshalb viel Erfolg, und lassen Sie nicht locker, bis Sie die entsprechende Beratung erhalten haben!

verfasst am 09.08.2020 um 12:38 Uhr

Pinguin2412

Mitglied seit 15. 07. 2020 // 3 Beiträge

Hallo zusammen,
ich bin schon sehr lange selbstständig und sehe als schwerbehinderte Freiberuflerin mehr Vorteile als Nachteile. Ich arbeite im Büro, das im selben Haus liegt wie meine Wohnung und kann mir so meine Arbeitzeit frei einteilen und Termine vereinbaren, wie ich es brauche und ich kann insbesondere Pausen machen , wenn ich es für notwendig erachte . Ich muss auf keinen Dienstplan und Anwesenheit im Büro Rücksicht nehmen.

Mit finanziellen Unwägbarkeiten und dem Aufbau einer eigenen Alters- und Krankenvorsorge habe ich gerlent gut umzugehen.

Die Förderung durch das Versorgungsamt /Inklusionsamt lässt allerdings zu wünschen übrig. So ist z.B. die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes ein einziges Bürokratiehindernis, die Bearbeitung von Anträgen dauert oft Monate. In der Zwischenzeit kann man nur eingeschränkt bzw. mit entsprechendem Provisoium arbeiten, denn eine sofortige Anschaffung auf eigene Kosten lässt die Förderung komplett entfallen. So habe ich es bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch und einem speziellen Bürodrehstuhl erlebt. Unabhängige Beratung, wer für was zuständig ist, ist schwer zu finden, denn die meisten Angebote sind eben auf Arbeitnehmer und die Förderung der Arbeitgeber ausgerichtet. Der technische Berater des Versorgungsamts will gar nicht vor Ort kommen, um mit mir zu überlegen, was noch sinnvoll sein könnte. Er antwortete mir am Telefon, dass ich das selbst herausfinden solle ... ich würde mich gerne mehr um meine berufliche Tätigkeit kümmern, als ständig bürokratische Hürden des Versorgungsamts zu überwinden.

Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht und kann Tipps geben, wie man damit besser umgehen kann?

verfasst am 12.08.2020 um 16:33 Uhr

Blauer Wolf

Mitglied seit 14. 10. 2020 // 2 Beiträge

Zu den Frist von Anträgen: Der § 14 „Leistender Rehabilitationsträger“ im SGB IX regelt die Bearbeitungsfristen von Anträgen der Leistungen zur Teilhabe. Meines Wissens nach, wird ein eingehender Antrag von dem angegangen Rehabilitationsträger innerhalb von zwei Wochen (nach Eingang des Antrages) auf Zuständigkeit geprüft. Sollte dieser nach den für ihn geltenden Leistungsgesetzen nicht zuständig sein, leitet dieser den Antrag eigentlich unverzüglich an den seiner Auffassung nach zuständigen Rehabilitationsträger weiter. Grundsätzlich sieht das Gesetz bei Nichtzuständigkeit nur eine einmalige Weiterleitung vor. Sollte der Rehabilitationsträger, an den ein Antrag weitergeleitet worden ist, ebenfalls nach geltendem Recht, nicht für die Erbringung der Leistung zuständig sein, kann er den Antrag im Eivernehmen mit dem seiner Ansicht nach zuständigen Rehabilitationsträger letztmalig weiterleiten.
Sollte für die Entscheidung der Zuständigkeit die Klärung der Ursache der Behinderung erforderlich sein, und diese Klärung die Frist von zwei Wochen überschreiten, so ist der angegangene Rehabilitationsträger angehalten, den Antrag unverzüglich an den Rehabilitationsträger weiterzuleiten, der seiner Auffassung nach auch ohne ein solche Klärung über den Antrag entscheiden kann. Über eine Weiterleitung ist der Antragsteller grundsätzlich zu informieren.
Wird ein Antrag nicht binnen der zwei Wochen weitergleitet, gilt der angegangene Rehabilitationsträger als zuständig und muss die die beantragte Leistung sowie dessen Rechtsanspruch, nach allen in infrage kommenden Leistungsgesetzen, prüfen.

Zu dem Sachverhalt der „Erstattung selbstbeschaffter Leistung“ nach § 18 SGB IX müssen auch verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. Voraussetzung ist, dass die Fist der Bearbeitung bzw. Entscheidung, von zwei Monaten (nach Antragseingang) ,von dem zuständigen Rehabilitationsträger nicht eingehalten wurde, und der Rehabilitationsträger es versäumt hat, den Leistungsberechtigten über diesen Umstand eine begründete schriftliche Mitteilung zukommen zu lassen. In der schriftlichen Mitteilung müssen die Gründe für die Nichteinhaltung der Frist enthalten sein und auch das Datum an dem infolgedessen über den Antrag entschieden wird. Je nach Begründung wird der Verlängerungszeitraum für die Antragsentscheidung im § 18 SGB IX festgelegt. Die beantragte Leistung gilt als bewilligt, wenn keine entsprechende Mitteilung von Seiten des zuständigen Rehabilitationsträgers an den Leistungsberechtigten erfolgt, das festgesetzte Datum in der Mitteilung ohne weitere Begründung überschritten wurde oder die mitgeteilte Begründung keinen der gesetzlich vorgeschriebenen Verlängerungsumstände enthält.
Beschafft der Leistungsberechtigte, unter diesen Voraussetzungen, sich die Leistung selbst, ist der zuständige Rehabilitationsträger zu Erstattung der dafür angefallenen Kosten verpflichtet und die Leistung zu Teilhabe gilt im Anschluss als erbracht.

Lediglich wenn rechtlich kein Anspruch auf die beantragte Leistung besteht und die leistungsberechtigte Person dies wusste oder infolge grober Sorgfaltswidrigkeit nicht wusste, entfällt der Erstattungsanspruch gegenüber dem zuständigen Rehabilitationsträger. Ich bin allerdings kein Jurist und kann daher nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten.

verfasst am 02.11.2020 um 16:13 Uhr
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