Arbeitssuche

Studium oder Promotion abgeschlossen – und was nun? Hier erhalten Sie Informationen zu möglichen Arbeitsstellen und Tätigkeitsfeldern, Bewerbungstrainings, Jobportalen und Beratungsstellen.

Bewerbung und Bewerbungsverfahren

Stellenausschreibung - Benachteiligungen vermeiden     

Fragerecht: Es existiert bislang keine gerichtliche Klärung, ob die Frage nach der Beeinträchtigung von Arbeitgeber*innen im Bewerbungsgespräch zulässig ist. Rechtlich gilt hierbei das Diskriminierungsverbot für beeinträchtigte Menschen. Für den bzw. die Bewerber*in besteht keine Pflicht zur wahrheitsgemäßen Beantwortung der Frage. Das Fragerecht gestattet Arbeitgeber*innen jedoch die Ausnahme, nach der Beeinträchtigung einer Bewerberin oder eines Bewerbers fragen zu dürfen, wenn durch die Beeinträchtigung bzw. Behinderung wesentliche und entscheidende Anforderungen des konkreten Arbeitsplatzes nicht gewährleistet werden können.

Hier finden Sie genaue Informationen, worauf Sie bei Ihrer Bewerbung und im Bewerbungsverfahren achten sollten.

Gespräch

Alle Ämter und Behörden sind zur Einladung von Bewerber*innen mit Beeinträchtigung zu einem Vorstellungsgespräch verpflichtet. Hierbei kann die Erwähnung bei offensichtlichen Beeinträchtigungen (z. B. Rollstuhl) hilfreich sein, damit die Personalabteilung sich vorbereiten kann (z. B. Organisation eines rollstuhlgerechten Raumes). Bei weniger offensichtlichen Beeinträchtigungen entscheiden sich Bewerber*innen häufig, die Beeinträchtigung nicht zu erwähnen, um dann im Vorstellungsgespräch Vorbehalte auszuräumen.

Eine Offenbarungspflicht des Bewerbers / der Bewerberin besteht, wenn wegen der Beeinträchtigung die vorgesehene Arbeit nicht bzw. nur eingeschränkt ausgeübt werden kann. Alle Aspekte, die sich nicht auf die konkrete Arbeitsleistung auswirken, müssen nicht offengelegt werden.

Bewerbung

Die Bewerbungsverfahren im Öffentlichen Dienst und in Privatunternehmen können sich deutlich voneinander unterscheiden. 

Es kann hilfreich sein, sich mit der jeweiligen Schwerbehindertenvertretung in Verbindung zu setzen.

Bewerbungsunterlagen

Eine vollständige Bewerbung besteht aus einem Anschreiben, dem Lebenslauf (Curriculum Vitae = CV) und Zeugnissen (Bildungszeugnisse, Arbeits- und Praktikumszeugnisse), die Ihre Qualifikation nachweisen und Aufschluss über Ihre bisherigen Aufgabengebiete geben.

Angabe der Behinderung

Sie sind zur Angabe der (Schwer-)Behinderung in der Bewerbung nur verpflichtet, wenn diese Sie bei der Ausübung der ausgeschriebenen Stelle einschränkt. Weitere Informationen zum Bewerbungsgespräch

Unterlagen

Eine kurze Beschreibung der Behinderung ohne Fachbegriffe kann hilfreich sein. Das Beifügen eines ärztlichen Gutachtens bzw. des Schwerbehindertenausweises können der Personalabteilung helfen, das Ausmaß einer Einschränkung nachzuvollziehen. Auch sollten Sie hierbei erwähnen, welche Tätigkeiten eventuell nicht ausgeübt werden können (Angabe im Anlageverzeichnis). Das Ansprechen der Behinderung sollte aber nicht von Ihren Qualifikationen und Kompetenzen ablenken. 

Trainingsangebote für Bewerbungen

Trainingsangebote werden von überregionalen und regionalen Anbietern bereitgestellt. Teilweise sind die Angebote auf verschiedene Behinderungsarten ausgerichtet. 

Beispiele sind das Mentoring-Programm „iBoB“ (ein Projekt des DVBS), das Mentoring-Programm des Deutschen Vereins für Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf (DVBS), das Mentoring-Programm für Student*innen in Bamberg (regional) oder das iXNet-Mentoring (Hildegardis Verein e.V.m Bonn).

    Umgang mit einer Beeinträchtigung

    Technische Arbeitshilfen werden nur bewilligt, wenn sie für Ihre Tätigkeit erforderlich sind. Die Arbeitshilfen sollen nicht nur in medizinischer Hinsicht Folgeerscheinungen der Beeinträchtigung am Arbeitsplatz ausgleichen, sondern auch andere Einschränkungen, die die Teilhabe am Arbeitsleben betreffen. 

    Neben den angesprochen personellen und technischen Arbeitshilfen, gilt für die Arbeitgeber*innen ein verfassungsrechtliches Diskriminierungsverbot auf Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Für die Arbeitgeber*innen im öffentlichen Arbeitssektor gelten zusätzlich noch die Benachteiligungsverbote des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes und des Behindertengleichstellungsgesetzes.

    Warum es sich lohnt, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen?

    Wie kann der Umgang mit einer unsichtbaren Beeinträchtigung aussehen?

    Jobportale und Newsletter

    Stellenangebote werden meist online veröffentlicht. Eine Übersicht zu allgemeinen und behinderungsspezifischen Jobportalen für Akademiker*innen und zu Newslettern finden Sie in den folgenden Absätzen.

    Allgemeine Stellenportale und Newsletter ohne Behinderungsbezug

     Stellenportale und Newsletter

    Existenzgründung mit Behinderung

    Eine Alternative zur abhängigen Beschäftigung ist der Weg in die Selbstständigkeit. Bei dieser Erwerbsform können Sie Ihren Arbeitsalltag tendenziell eher nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten. Welche Leistungen und Zuschüsse Ihnen dann zustehen, finden Sie hier. Weiterführende Informationen zur Existenzgründung mit Behinderung

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