Weitere Zusammenarbeit mit der „Diagnose: Arbeitsfähig“

Die Initiative „Diagnose: Arbeitsfähig“ setzt sich für die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit psychischen/seelischen Behinderungen ein.

Psychische und seelische Beeinträchtigungen sind ein zunehmendes gesellschaftliches Phänomen der Moderne. Viele Menschen leiden vermehrt an psychischen Erkrankungen, die in den verschiedenen Lebensbereichen mit unterschiedlichen Barrieren und Herausforderungen verbunden sein können. Gerade im Arbeitskontext bzw. der Teilhabe am Arbeitsleben finden Betroffene nicht selten erschwerte Zugänge und Hindernisse vor, wenn es um die eigene berufliche Selbstverwirklichung geht. So sind viele Nachteilsausgleiche und Entlastungsleistungen auf körperliche Beeinträchtigungen ausgelegt, so dass die gängigen Förder- sowie Teilhableistungen im beruflichen Sektor hier keine adäquate Unterstützungssituation für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen schaffen

Die Initiative „Diagnose: Arbeitsfähig“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Personengruppe von Menschen mit psychischer oder seelischer Behinderung als motivierte und engagierte Arbeitnehmer*innen in der Gesellschaft bekannter werden zu lassen sowie darüber hinaus auf die Besonderheiten und spezifischen Bedürfnislage dieser Zielgruppe aufmerksam zu machen. „Eine Vielzahl von Menschen mit psychischer Erkrankung sind hochqualifiziert und haben im Rahmen ihrer Ausbildung hervorragende Leistung erbracht. Leider sehen wir, dass die Unterstützungsstrukturen sowie sozialrechtlichen Entlastungsmöglichkeiten nur sehr geringfügig auf die Bedürfnisse dieses Personenkreises zugeschnitten sind. Hieraus resultiert, dass Menschen mit psychischen oder seelischen Beeinträchtigungen im behindertenpolitischen Inklusionsdiskurs aktuell noch sehr marginal repräsentiert sind“, sagte Sarina Wassermann, Gründerin der Initiative „Diagnose: Arbeitsfähig“.

Ein Grund hierfür ist sicherlich die starke negative Konnotation von psychischem oder seelischen Leiden und den ihnen mitunter anhaftenden Stigmata in unserer Gesellschaft. So sehen sich viele einem impliziten oder direkten Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, wenn es um die seelische Behinderung und ihre Herausforderungen als auch Belastungen geht. Infolgedessen ist die Betroffenengruppe immer wieder mit Vorbehalten von Seiten verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen konfrontiert. Schwerbehindertenvertretungen oder Arbeitgeber*innen bilden hier sicher keine Ausnahme.

Für Arbeitssuchende mit seelischer/psychischer Behinderung bedeutet dies häufig abzuwägen, zwischen der Offenlegung der seelischen Beeinträchtigung und des Verschweigens: Zu oft machen Betroffene negative Erfahrungen, wenn sie ihre Beeinträchtigung offenbaren und fürchten daher, dass das Outing des eigenen physisch-seelischen Leidens den Ausschluss aus dem weiteren Bewerbungsverfahren zur Folge hat.

Das inklusive Expert*innenetzwerk (iXNet) als Teil der Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit sieht in der zunehmenden Gruppe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einen Personenkreis, den es zu unterstützen gilt, um ihre die Teilhabe am Arbeitsleben am Arbeitsleben zu fördern. Offen bleibt aber, inwieweit und was wir in der weiteren Zusammenarbeit leisten können und dürfen. Nach einem einer ersten Kontaktaufnahme sowie einem grundlegenden Austausch, ist zu überlegen, welche Themen sowie Vernetzungs- und Austauschformate in Kooperation mit der Initiative „Diagnose: Arbeitsfähig“ zukünftig umgesetzt bzw. ausgerichtet werden können. In den kommenden Monaten sollen daher weitere Gespräche stattfinden, um mögliche Veranstaltungen zu konkretisieren, zu planen und online anzubieten.

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